Methode
Klassisches Projektmanagement steuert über den Plan, agiles über das lauffähige Inkrement am Ende eines Zyklus. Beide setzen voraus, dass ein Mensch das vorgelegte Ergebnis in vertretbarer Zeit beurteilen kann. Genau diese Voraussetzung gilt nicht mehr uneingeschränkt. Hier setzt unsere Methode KEEL an.
Ausgangslage
Gemeint ist damit nicht die Fertigung, sondern die geistige Arbeit im Projekt: Wer heute KI in der Entwicklung einsetzt, erhält Entwürfe, Spezifikationen, Auswertungen und Code um Größenordnungen schneller als früher. Die Zeit, die ein Spezialist braucht, um ein solches Ergebnis zu verstehen, zu bewerten und zu verantworten, ist dabei unverändert geblieben.
In der Praxis führt das zu vier Fragen, die in Projekten immer häufiger auftauchen: Warum kam beim zweiten Mal etwas anderes heraus? Kann jemand anderes das übernehmen? Haben wir das eigentlich geprüft? Und was passiert, wenn das eingesetzte Werkzeug morgen nicht mehr verfügbar ist?
Diese Fragen sind nicht neu — neu ist, dass weder klassisches noch agiles Vorgehen ein Instrument dafür bereithält.
Hier setzt KEEL an
Einordnung
KEEL beliefert einen bestehenden Prozess, statt ihn abzulösen. Ihr Meilenstein- und Freigabeverfahren bleibt unverändert. Deshalb kann ein einzelnes Team damit anfangen, ohne auf die zentrale Einführung und Freigabe eines neuen Unternehmensprozesses zu warten.
KEEL ist eine Arbeitsweise, keine Software. Es läuft mit dem, was Sie ohnehin haben — Dateiablage, Versionsverwaltung, Ticketsystem. Es entsteht keine weitere Plattform, die gepflegt werden muss.
Wo Hardware, Software und Test zusammenkommen, spart eine vermiedene Iteration mehr als jede Effizienzmaßnahme. Genau dort setzt die Methode an.
Jede Vorgabe festzuhalten, kostet zunächst Zeit. Das zahlt sich aus, sobald Übergaben, Audits oder Rückfragen anstehen — in der Regel also nicht in der ersten Woche.
Das Methodenpapier beschreibt Reifegrade, Einbettung in Stage-Gate-Prozesse, Daten- und Vertraulichkeitsmodell, Kennzahlen — und die Grenzen der Methode.
Schreiben Sie kurz, worum es geht — danach lässt sich sagen, ob ein erster begrenzter Schritt sinnvoll ist. Unverbindlich, telefonisch ebenso möglich.